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Vereinsgeschichte

Der Reit- und Fahrverein Emsdetten e.V. wurde am 24.08.1924 mit über 40 Mitgliedern gegründet. Als vorläufiger Vorsitzender wurde der Landwirt Linus Meinert aus Austum gewählt. 14 Tage später, am 07.09.1924, fand die erste Generalversammlung in der Gaststätte Fritz Stipp statt. August Schulze Bisping Hanhoff übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden. Zweck des Vereins war die Förderung des Reit- und Fahrsports, die reiterliche Ausbildung der jungen Bauern sowie die Förderung der Zucht und der Ausbildung der Pferde, um deren Verkauf zu erleichtern.

Im Jahre 1925 richtete der Verein auf einer am Hof Bisping gelegenen Weide sein erstes Turnier aus. Nach der Durchführung des zweiten Turniers im Jahre 1926 folgte der erste auswärtige Auftritt auf einem Turnier in Rheine.

Am 10.06.1928 wurde erstmals ein Turnier auf dem neu angelegten Stadion mit den Vereinen aus Hörstel und Saerbeck durchgeführt.

Am 26.06.1932 fand auf dem Stadion erstmals ein Kreisturnier in Emsdetten statt.

Sechs Jahre später, im Jahr der Emsdettener Stadtwerdung, konnte die Emsdettener Mannschaft auf dem Turnier in Borghorst erstmalig die Kreisstandarte im kombinierten Wettkampf (A-Dressur, A-Jagdspringen, Pferdevorführung und Fahrprüfung im Zweispänner) erringen. Die Mannschaft bestand aus Alfons Dieckmann, Albert Elfrich, Franz Hilbert, Franz Schulte Austum und wurde vom neuen Reitlehrer und Gendarmeriemeister Leo Huser vorgestellt.

In der Zeit des 2. Weltkrieges 1939-1945 ruhten die sportlichen Aktivitäten, doch gleich nach Kriegsende fanden sich Freunde und Gönner des Reit- und Fahrsports am Stadion zusammen, um sich wieder dem Sport zu widmen.

Bereits 1947 wurde das erste Nachkriegsturnier in Emsdetten auf Bispings Wiesen veranstaltet.

Im Jahre 1948 wurde dann von der Stadtverwaltung der Reitplatz am Stadion wieder zugewiesen.

Noch in den 50er Jahren wurden im Turniersport vielfach Pferde eingesetzt, die als sogenannte Gebrauchspferde in der Landwirtschaft oder für die Textilbetriebe im innerstädtischen Transportdienst im Zuge gingen.

Mit zunehmender Motorisierung verlor der Einsatz von Pferden im Zuge jedoch immer mehr an Bedeutung.

Es begann die Blütezeit der Turniere, die einen bedeutenden Teil im gesellschaftlichen Leben ausmachten. Der Reitsport entwickelte sich zum Leistungssport und die Pferdezucht stelle sich hierauf ein.

Am 16.10.1965 begann der Bau der ersten Reithalle am Teekotten, dem heutigen Vereinsgelände des Reit- und Fahrvereins.

Genau ein Jahr nach Baubeginn, am 16.10.1966, wurde die Reithalle eingeweiht.

1970 begann ein aufregendes Jahrzehnt mit einem erheblichen Aufschwung des Vereins. Der Reitsport entwickelte sich zum Breitensport. Eine Voltigiergruppe wurde gegründet und ein vereinseigenes Voltigierpferd gekauft. Mit der Entwicklung des Reitsports zum Breitensport verdoppelte sich innerhalb dieses Jahrzehnts die Mitgliederzahl von 210 auf 420. Im Winter 1975 wurde die Reithalle bei einem orkanartigen Sturm schwer beschädigt. Nach Beseitigung der Sturmschäden begann 1978 der Bau einer Pferdestallung mit 20 Einstellplätzen sowie einem Reiterstübchen. 1979 wurde der Turnierplatz auf der Vereinsanlage am Teekotten fertiggestellt und war von nun an ständiger Austragungsort der Reitturniere.

Mit der Erweiterung der Pferdestallungen 1985 um einen zweiten Stalltrakt mit nochmals 20 Einstellplätzen und der Ausdehnung um Weiden für die eingestellten Pferde sowie um einen Trainingsplatz zum Gespannfahren 1989 entfaltete sich die Vereinsanlage zur Reit- und Fahrsportanlage.

Im Jahre 1981 wurden letztmalig Ein- und Zweispänner-Prüfungen im Rahmen eines Reitturniers durchgeführt. Da die Reitturniere des Vereins mittlerweile mit mehr als 600 Pferden besetzt waren, konnte jedoch dem Vorschlag zur Wiederaufnahme von Fahrprüfungen nicht mehr gefolgt werden. So begannen die Gespannfahrer im Jahre 1988 auf dem Hof Elfrich in Austum einen Fahrplatz und eine Geländestrecke für diesen vielseitigen Sport aufzubauen und dort Fahrturniere zu organisieren.

Mit der Einführung der Pony-Reitschule wurde ein wichtiges Instrument geschaffen, allen Kindern einen kostengünstigen Einstieg in den Reitsport zu ermöglichen.

1993 ging der Vorsitz des Reit- und Fahrvereins erstmalig in der Vereinsgeschichte an eine Frau. Die seit 1990 amtierende Jugendwartin, Jutta Brinkmann, übernahm die Vereinsführung. Um den erforderlichen hohen Organisationsgrad eines Reitturniers mit mittlerweile bis zu 900 Pferden und Prüfungen bis zur schweren Klasse gewährleisten zu können, wurde der Turnierplatz am Teekotten komplettiert. Der Aufbau von Richterhäuschen, die Anlage eines Netzwerkes für moderne Kommunikationsmittel und die Erweiterung des Springplatzes auf 4000 m² sind einige der wichtigen Stationen dieser Entwicklung.